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Mehr Licht für die Unterwasserdrohne: Welche Zusatzlampen es für FIFISH und Chasing gibt

Zusatzlicht holt mehr aus dunklen Seen heraus, kostet aber Geld und Gewicht. Wir zeigen, welche Lampen und Halterungen es für FIFISH und Chasing gibt, was sie laut Hersteller leisten und was sie für Trimmung und Akku bedeuten.

5 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Von Kenny, Redakteur
Kenny, Redakteur bei UnterwasserpilotKennyRedakteur · Unterwasserpilot
Balkendiagramm: Eingebautes Licht bei FIFISH und Chasing in Lumen laut Hersteller
Eingebautes Licht laut Hersteller · Eigene Grafik

Das eingebaute Licht reicht in klaren Seen oft aus. In trüben Gewässern oder unterhalb von 20 bis 30 Metern wünschen sich viele mehr. Bei den größeren Modellen von QYSEA (FIFISH) und Chasing lässt sich Zusatzlicht nachrüsten. Die Frage ist nur, was dabei wirklich besser wird.

Vorweg: Wir haben keine dieser Lampen selbst montiert oder getestet. Alle Werte stammen von Herstellern und Händlern. Das ist eine Einordnung, kein Praxistest. Zum Greifarm gibt es einen eigenen Artikel: Unterwasserdrohne mit Greifarm.

Hinweis zu den Preisen: Alle Preise ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Wo QYSEA oder Chasing nur US-Dollar-Preise nennen, geben wir diese an. Franken-Preise konnten wir für das Zubehör nicht verlässlich prüfen.

Die wichtigsten Fakten
  • Das eingebaute Licht liegt je nach Modell zwischen 2.400 und 6.000 Lumen.
  • QYSEA bietet für V-EVO und V6 Expert eine Halterung für normale Tauchlampen (69 €), Chasing eigene Leuchten für die M2-Reihe.
  • Lampen mit eigenem Akku belasten die Drohne nicht, haben aber eine eigene, begrenzte Laufzeit.
  • Licht, das an der Drohne hängt, kostet Laufzeit. Wie viel, sagen die Hersteller nicht.
  • Mehr Licht ist nicht automatisch ein besseres Bild: Schwebeteilchen werfen es zurück.

Welche Drohne hat wie viel Licht?

Nicht jede Unterwasserdrohne hat einen Anschluss für Zubehör. Die kleinen Einsteigermodelle haben meist keinen.

ModellEingebautes LichtZubehör-AnschlussOffizielles Zusatzlicht
FIFISH V-EVO5.000 lm (2 × 2.500)Erweiterungs-SchnittstelleHalterung für Tauchlampen
FIFISH V6 Expert6.000 lm gesamtQ-IF, 22 WerkzeugeHalterung für Tauchlampen
Chasing Gladius Mini S2.400 lm (2 × 1.200)4-poliger Anschlusskeines gefunden
Chasing M24.000 lm (2 × 2.000)Anschluss für Greifer und Licht (laut Händler)Floodlight 1.0 und 2.0
Chasing Dorynicht geprüftkeiner gefundenkeines gefunden

Alle Angaben laut Hersteller bzw. Händler. Mehr zu den einzelnen Drohnen: FIFISH V-EVO, FIFISH V6 Expert, Chasing Gladius Mini S, Chasing Dory.

Mehr Licht: Lampen und Halterungen

Bevor du nachrüstest: Mehr Licht ist nicht automatisch ein besseres Bild. Schwebeteilchen werfen es zurück. Mehr dazu in Farben unter Wasser.

  • QYSEA External Lighting Mount (V-EVO, V6 Expert, laut FAQ auch V6, V6s, Pro V6 Plus): Eine Halterung aus Nylon, 100 g, für externe Lampen. Preis 69 € bzw. 69 US-$. Laut QYSEA passen dort normale Tauch- oder Videolampen dran. Die haben einen eigenen Akku und ziehen keinen Strom aus der Drohne. Dafür schaltest du sie per Knopf am Lampenkopf, nicht in der App.
  • QYSEA V6-Series Flood Light Set (ältere V6, V6S, Pro V6 Plus): laut Händler 3.800 lm im Normalmodus (bis 90 Minuten), 7.600 lm im Turbomodus (bis 45 Minuten), 350 g unter Wasser, mit eigenen 18650-Akkus. Händlerpreis 679 US-$.
  • Chasing Floodlight 2.0 (M2, M2 S, M2 Pro): laut Händlern 4.000 bzw. 5.000 lm (die Angaben widersprechen sich), 432 g, Strom von der Drohne. Händlerpreis 499 US-$.
  • Chasing LED Floodlight 1.0 (M2-Reihe): mit eigenem 3.500-mAh-Akku, 776 g an Land, 363 g im Wasser, bis 100 m. Lumen-Angaben der Händler widersprüchlich.

Für die Gladius Mini S haben wir kein offizielles Zusatzlicht gefunden.

Anbau und Bedienung

Die Hersteller beschreiben den Anbau von Lampen nur knapp. Was dokumentiert ist:

  • QYSEA-Halterung: Sie besteht aus Nylon und wiegt 100 g. Die Tauchlampe läuft mit eigenem Akku. Sie wird per Knopf am Lampenkopf geschaltet, nicht in der App.
  • Chasing Floodlight 2.0: Der Strom kommt laut Händlern von der Drohne.
  • Chasing LED Floodlight 1.0: Sie hat einen eigenen Akku mit 3.500 mAh.

Für Zubehör am Anschluss gilt die Anleitung des Herstellers. Chasing warnt bei seinem Greifer ausdrücklich, dass der Anbau bei eingeschalteter Drohne einen Kurzschluss verursachen kann. Wir würden die Drohne deshalb vor jedem Anstecken ausschalten. Halte Stecker nach dem Tauchen trocken und sauber, denn Salz und Feuchtigkeit greifen die Anschlüsse an.

Was Zusatzlicht mit Trimmung und Akku macht

Trimmung und Auftrieb

Zusatzleuchten sind deutlich schwerer als ein Greifer: Die Chasing Floodlight 1.0 bringt laut Händler 363 g im Wasser mit, das QYSEA V6-Lichtset 350 g. Ein Gewicht vorne oder seitlich lässt die Drohne leicht kippen, und die Motoren müssen gegenhalten. Wie stark das bei welchem Modell ist und ob Auftriebskörper nötig sind, sagen die Hersteller nicht.

Akkulaufzeit

  • Licht mit eigenem Akku (QYSEA-Halterung mit Tauchlampe, Chasing Floodlight 1.0): belastet den Drohnenakku nicht, hat aber eine eigene, kürzere Laufzeit.
  • Licht über die Drohne (Chasing Floodlight 2.0): kostet Laufzeit. Zahlen nennt Chasing nicht.
  • Dazu kommt: Mehr Gewicht und Strömungswiderstand bedeuten mehr Arbeit für die Motoren.

Mehr zur Pflege des Akkus: Akkupflege.

Selbst basteln: Fremde Tauchlampen

Selbstgebautes Zubehör ist ein Risiko für Dichtungen und Garantie. Für Licht ist aber ein Weg offiziell vorgesehen: Über die QYSEA-Halterung lassen sich normale Tauch- oder Videolampen an V-EVO und V6 Expert montieren. Welche Lampe passt, hängt von der Halterung ab. Laut QYSEA-FAQ passt sie auch an V6, V6s und Pro V6 Plus.

Wenn du tiefer ins Selbstbauen einsteigen willst: ROV selbst bauen statt kaufen.

Lohnt sich Zusatzlicht?

  • Ja, wenn du regelmäßig in dunklen, trüben Seen oder in größerer Tiefe filmst und mit dem Licht der Drohne nicht auskommst.
  • Eher nein, wenn du vor allem in klarem, flachem Wasser Urlaubsvideos drehst. Dann ist das Geld in einer besseren Drohne oft besser angelegt. Siehe Unterwasserdrohne kaufen und Unterwasserdrohnen unter 1.000 Euro.

Wenn du außerdem etwas bergen willst, schau in den Artikel Unterwasserdrohne mit Greifarm.

Häufige Fragen

Kann ich eine normale Tauchlampe an die Drohne bauen?

Bei FIFISH V-EVO und V6 Expert ja, mit der offiziellen Halterung für 69 €. Die Lampe läuft mit eigenem Akku und wird nicht über die App gesteuert.

Welches Zusatzlicht gibt es für die Chasing M2?

Chasing bietet für die M2-Reihe das LED Floodlight 1.0 mit eigenem Akku und das Floodlight 2.0 mit Strom von der Drohne. Die Lumen-Angaben der Händler widersprechen sich.

Gibt es Zusatzlicht für die Chasing Gladius Mini S?

Wir haben kein offizielles Zusatzlicht gefunden.

Verkürzt Zusatzlicht die Akkulaufzeit?

Lampen mit eigenem Akku belasten die Drohne nicht. Licht, das an der Drohne hängt, braucht Strom, und mehr Gewicht kostet immer etwas Laufzeit. Zahlen nennen die Hersteller nicht.

Praxistipp zum Schluss

Probiere neue Lampen zuerst im flachen Wasser in Ufernähe aus. Schau, ob das Bild wirklich besser wird oder ob nur mehr Schwebeteilchen aufleuchten. So merkst du es, solange du noch hinlangen kannst.

Reaktionen und Kommentare zu diesem Artikel findest du im Forum der Unterwasserpiloten. Du hast dein Zubehör selbst gebaut? Zeig es dort!

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Kenny, Redakteur bei Unterwasserpilot
RedakteurKennyKenny schreibt bei Unterwasserpilot über ROV-Drohnen, Tests und Einsätze in Österreich und dem D-A-CH-Raum.

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