Tauchorte · Waadt, Genf, Wallis

Genfersee mit der Unterwasserdrohne: Steilwände, Wracks und Regeln

Der größte See Westeuropas ist an manchen Stellen über 300 Meter tief und teilt sich zwischen der Schweiz und Frankreich. Für deine Drohne heißt das: steile Wände, kleine Wracks und ein eigenes Regelwerk für den ganzen See.

6 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Von Kenny, Redakteur
Kenny, Redakteur bei UnterwasserpilotKennyRedakteur · Unterwasserpilot
Schloss Chillon bei Montreux am Ufer des Genfersees
Schloss Chillon bei Montreux am Ufer des Genfersees · Bild: Karim Kanoun Photography, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Auf einen Blick
  • 580 km² groß, bis 309,7 m tief – rund 60 % der Fläche gehören zur Schweiz, der Rest zu Frankreich
  • Steilwand vor Schloss Chillon, die bis über 100 m in die Tiefe fällt
  • Einsteigerplätze mit flachem Grund in Hermance, Vevey und Lutry
  • Auf dem ganzen See gilt das französisch-schweizerische Schifffahrtsreglement – mit Tauchverbot auf geschützten archäologischen Stätten
  • Im Mai 2025 wurden über 16 m Sichttiefe gemessen, sonst deutlich weniger

Steckbrief

Fläche580,1 km², davon 345,3 km² (59,5 %) in der Schweiz und 234,8 km² (40,5 %) in Frankreich
Seehöhe372 m ü. M. (mittlerer Wasserspiegel)
Größte Tiefe309,7 m
Mittlere Tiefeim Grand-Lac rund 172 m, im Petit-Lac bei Genf rund 40 m
Sichtweitestark wechselnd; Höchstwert 16,1 m Sichttiefe am 27. Mai 2025, der beste Wert seit 2009
Wassertemperaturobere 10 m im Mittel (1991–2020) um 16 °C im Juni und 20,5 °C im August; in der Tiefe ganzjährig um 5,6 °C
EigentümerGrenzgewässer: Hoheit bei den Kantonen Waadt, Genf und Wallis sowie bei Frankreich (Haute-Savoie)
Eignung für ROVsgut – große Tiefen und bekannte Uferplätze, aber viel Schiffsverkehr und wechselnde Sicht

Was du unter Wasser siehst

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Rund um den See gibt es viele Tauchplätze. Im Detail: 5 Spots mit Beschreibung, was du dort mit der Drohne siehst.

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Weinberge des Lavaux über dem Genfersee im Sommer
Weinberge des Lavaux über dem Genfersee im Sommer · Bild: Jean-Paul Lucien Gagnère, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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Hier stehen 4 beschriebene Einstiege mit Lage und Hinweisen für deine Drohne.

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Regeln und Rücksicht

  • Eigenes Reglement für den See: Für den Genfersee gilt das französisch-schweizerische Schifffahrtsreglement (Règlement de la navigation sur le Léman). Nach Art. 78 ist Sporttauchen verboten auf dem Kurs der Linienschiffe, vor Hafeneinfahrten, in der Nähe üblicher Liegeplätze, überall dort, wo die Schifffahrt behindert werden könnte, in Wasserskizonen und auf allen geschützten archäologischen Stätten. Für Drohnen gibt es keine eigene Regel, aber diese Zonen solltest du genauso meiden.
  • Tauchflagge und Abstand: Taucherboote führen die Flagge „A“ (weiß-blau). Andere Boote müssen mindestens 50 m Abstand halten (Art. 44 und 78). Eine Flagge oder Boje macht auch deine Drohne für Bootsfahrer sichtbar.
  • Französisches Ufer: Auf der französischen Seite gilt zusätzlich eine Verordnung der Präfektur: kein Tauchen in öffentlichen Häfen, in Fahrrinnen, nahe öffentlichen Landestellen, in Röhricht und Pflanzenbeständen und näher als 100 m an Booten der Berufsfischer. In der 300-m-Uferzone gilt Tempo 10.
  • Pfahlbauten: Die Welterbe-Fundstellen sind teils als archäologische Reservate oder mit Ankerverbot geschützt. Nicht im Grund wühlen, nichts aufheben – und auf geschützten Stätten gar nicht tauchen.
Wichtig

Für Unterwasserdrohnen gibt es in der Schweiz und in Frankreich keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Seepolizei bzw. Gendarmerie der Kantone Waadt, Genf oder Wallis, auf französischer Seite bei der Präfektur Haute-Savoie oder bei der Gemeinde nach. Stand: Oktober 2026.

Tipps für deine Drohne

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4 Praxistipps für deine Drohne an diesem See.

Praxistipp zum Schluss

Warst du schon mit deiner Drohne am Genfersee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Bereich „Gewässer & Regeln in D-A-CH“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.

Ist am Genfersee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.

Kenny, Redakteur bei Unterwasserpilot
RedakteurKennyKenny schreibt bei Unterwasserpilot über ROV-Drohnen, Tests und Einsätze in Österreich und dem D-A-CH-Raum.

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