
- Bis 372 Meter tief, nur etwa ein Fünftel der Fläche liegt in der Schweiz
- Wrackpark Alabardia bei San Nazzaro: Flugzeug, Helikopter und Boote meist oberhalb von 30 Metern
- Künstliches Riff mit „Reef Balls“ vor Magadino
- Tauchverbot an Hafeneinfahrten und 100 Meter um die Landestellen der Kursschiffe (BSV Art. 77)
- Bolle di Magadino: Vogelreservat an der Ticino-Mündung
Steckbrief
| Fläche | rund 212 km², davon etwa ein Fünftel in der Schweiz |
| Seehöhe | 193 m ü. M. |
| Größte Tiefe | 372 m |
| Sichtweite | laut Tauchportalen im Sommer bis zu 20 m, nach starkem Regen deutlich schlechter |
| Schutzstatus | Bolle di Magadino: Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung und Ramsar-Gebiet |
| Eignung für ROVs | gut – der Wrackpark bei San Nazzaro ist vom Ufer aus erreichbar und liegt in Drohnentiefe, dafür viel Bootsverkehr und kurze Schweizer Uferlinie |
Was du unter Wasser siehst
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Wo du starten kannst
Karte: Tauchspots und Community-Pins
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Regeln und Rücksicht
- Tauchverbote (BSV): Nach Art. 77 Abs. 3 der Binnenschifffahrtsverordnung ist Sporttauchen bei Hafeneinfahrten, in der Nähe zugelassener Liegeplätze, im Umkreis von 100 m um Landestellen der Kursschiffe, auf den Fahrlinien der Kursschiffe und in engem Fahrwasser verboten. Der Kanton Tessin weist in seinem Faltblatt ausdrücklich darauf hin. Für Unterwasserdrohnen gibt es keine eigene Regel – meide diese Zonen trotzdem.
- Boote und Abstände: Laut Kanton Tessin ist die innere Uferzone 150 Meter breit. Boote halten 50 Meter Abstand zueinander, 200 Meter zu Fischern und zu Linienschiffen. Baden ist im Umkreis von 100 Metern um Hafeneinfahrten und Landestellen verboten.
- Bolle di Magadino: Das Delta von Ticino und Verzasca zwischen Vira und Tenero ist Vogelreservat. Im Teilgebiet II ist Baden verboten, Motorboote halten mindestens 150 Meter, Ruderboote 50 Meter Abstand zum Ufer. Lass die Drohne hier im Koffer.
- Grenze: Der größte Teil des Sees liegt in Italien. Jenseits der Grenze bei Brissago und Indemini gelten italienische Regeln – die Schweizer Merkblätter helfen dort nicht.
Für Unterwasserdrohnen gibt es in der Schweiz keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Polizia lacuale der Kantonspolizei Tessin, der Gemeinde oder dem kantonalen Fischerei- und Naturschutzamt nach. Stand: Oktober 2026.
Tipps für deine Drohne
Warst du schon mit deiner Drohne am Lago Maggiore? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Bereich „Gewässer & Regeln in D-A-CH“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
- Historisches Lexikon der Schweiz: Langensee
- Kanton Tessin: Faltblatt Sicher auf dem See (Verweis Art. 77 Abs. 3 BSV)
- taucher.net: Alabardia, San Nazzaro
- lago-maggiore.de: Tauchen am Lago Maggiore
- lago-maggiore-urlaub.de: Tauchen im Lago Maggiore
- BAFU: Objektblatt Wasser- und Zugvogelreservat Bolle di Magadino
Ist am Lago Maggiore etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.
