Tauchorte · Zürich

Zürichsee mit der Unterwasserdrohne: Tauchplätze, Pfahlbauten, Regeln

Mitten im Ballungsraum und trotzdem spannend unter Wasser: Der Zürichsee hat Wände, versunkene Boote und Pfahlbau-Fundstellen aus der Steinzeit. Hier erfährst du, wo du starten kannst und welche Schweizer Regeln du kennen solltest.

6 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Von Kenny, Redakteur
Kenny, Redakteur bei UnterwasserpilotKennyRedakteur · Unterwasserpilot
Blick vom Pfannenstiel über den Zürichsee Richtung Richterswil und Etzel
Blick über den Zürichsee Richtung Richterswil und Freienbach · Bild: Roland zh, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Auf einen Blick
  • Bis 136 Meter tief, tiefste Stelle zwischen Herrliberg und Oberrieden
  • Viele bekannte Tauchplätze, vor allem am rechten Ufer zwischen Zürich und Herrliberg
  • Acht UNESCO-Pfahlbau-Fundstellen im See – nichts berühren, nichts mitnehmen
  • Tauchverbot an Hafeneinfahrten, auf Kursschiff-Linien und im Umkreis von 100 m um Landestellen
  • Viel Bootsverkehr: Uferzonen mit Tempo 10, gelbe Bojen markieren Sperrzonen

Steckbrief

Fläche88,17 km² (davon Zürich 59,79, Schwyz 17,46, St. Gallen 10,92 km²), inklusive Obersee
Seehöhe406 m ü. M.
Größte Tiefe136 m (zwischen Herrliberg und Oberrieden)
Mittlere Tiefe49 m
Sichtweitewechselhaft: Klarwasserphase im Mai, im Winter durch die Burgunderblutalge oft deutlich schlechter
Wassertemperaturim Sommer an der Oberfläche über 20 °C
EigentümerHoheit bei den Kantonen Zürich, Schwyz und St. Gallen
Eignung für ROVsgut – viele leicht erreichbare Tauchplätze, aber viel Bootsverkehr und oft nur mäßige Sicht

Was du unter Wasser siehst

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Die Zürcher Taucherszene hat rund um den See Dutzende Plätze dokumentiert. Im Detail: 5 Spots mit Beschreibung, was du dort mit der Drohne siehst.

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Blick vom Schlosshügel Rapperswil auf den Zürichsee und die Ufenau
Blick von Rapperswil auf die Ufenau (Ersatzkandidat) · Bild: Roland zh, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wo du starten kannst

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Hier stehen 3 beschriebene Einstiege mit Lage und Hinweisen für deine Drohne.

Karte: Tauchspots und Community-Pins

Auf der Karte siehst du, wo Tauchspots der Redaktion und Community-Pins liegen. Community-Pins sind die Pins unserer Unterwasserpiloten. Was sich hinter den Icons verbirgt, sehen nur angemeldete Unterwasserpiloten, und nur sie können eigene Pins setzen.

Regeln und Rücksicht

  • Tauchverbote (BSV): Nach Art. 77 Abs. 3 der Binnenschifffahrtsverordnung ist Sporttauchen bei Hafeneinfahrten, in der Nähe zugelassener Liegeplätze, im Umkreis von 100 m um Landestellen der Kursschiffe, auf den Fahrlinien der Kursschiffe und in engem Fahrwasser verboten. Für Drohnen gibt es keine eigene Regel – halte dich trotzdem an diese Zonen, schon wegen der Schiffsschrauben.
  • Tauchflagge: Taucher kennzeichnen ihren Platz mit der Flagge „A“ (blau-weiß). Eine Pflicht für Drohnen gibt es nicht, aber eine Flagge macht Bootsfahrer auf dich aufmerksam.
  • Boote und Sperrzonen: In den Uferzonen bis 300 m gilt Tempo 10, Längsfahrten von Motorbooten in der inneren Uferzone (150 m) sind nicht erlaubt. Mit gelben Bojen markierte Flächen sind Sperrzonen, Schilf- und Seerosenbestände sind tabu.
  • Naturschutz: Der Frauenwinkel bei Pfäffikon SZ ist Naturschutzgebiet. Lass Schilf, Wasserpflanzen und brütende Vögel in Ruhe.
  • Pfahlbauten: Die Fundstellen sind Welterbe und archäologisches Kulturgut. Nicht im Grund wühlen, nichts aufheben – am besten mit Abstand filmen oder ganz meiden.
Wichtig

Für Unterwasserdrohnen gibt es in der Schweiz keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Seepolizei, dem Schifffahrtsamt des jeweiligen Kantons (Zürich, Schwyz oder St. Gallen) oder der Gemeinde nach. Stand: Oktober 2026.

Tipps für deine Drohne

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4 Praxistipps für deine Drohne an diesem See.

Praxistipp zum Schluss

Warst du schon mit deiner Drohne am Zürichsee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Bereich „Gewässer & Regeln in D-A-CH“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.

Ist am Zürichsee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.

Kenny, Redakteur bei Unterwasserpilot
RedakteurKennyKenny schreibt bei Unterwasserpilot über ROV-Drohnen, Tests und Einsätze in Österreich und dem D-A-CH-Raum.

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